Biolandbetrieb Laakenhof


Den Laakenhof bewirtschaften wir als Hofgemeinschaft mit sechs Personen. Wir bauen
Feingemüse und Kartoffeln an, eine Spezialität ist die Chicoree-Treiberei. Inzwischen
haben wir auch einen ertragfähigen Obstbaubereich, der leckere Ãpfel und
Beerenfrüchte liefert. Eine Besonderheit sind die ab September erntereifen
Herbsthimbeeren. Wir halten z.Zt. 11 Milchkühe, deren Milch wir in unserer
Hofkäserei zu Käse und Joghurt verarbeiten. Außerdem halten wir ca. 140 Hühner in
Freilandhaltung und 8-10 Schweine.

Unsere gemeinsamen Ziele und Vorstellungen:

Wir Menschen in der Laakenhof GbR möchten in dieser Gemeinschaft gleichberechtigt
zusammenleben und arbeiten. JedeR von uns führt im Rahmen der Gemeinschaft ein
selbstbestimmtes Leben. Die Gemeinschaft soll in Zukunft etwa Platz für 10 Menschen
unterschiedlichen Alters haben.


Wir wollen Kapital sozialisieren und uns zu einem verantwortlichen Umgang mit
Ressourcen verpflichten; dazu gehört für uns der Abbau der kapitalistischen
Machtstrukturen. Durch offene Auseinandersetzung untereinander und mit unserem
Umfeld werden wir daran arbeiten, bestehende Herrschaftsstrukturen abzubauen und
emanzipiert zu leben. Wir mischen uns ein und streben eine sozialverträgliche und
ökologische Gesellschaft an. Die Vernetzung mit anderen Kommunen, mit sozialen und
ökologisch nachhaltigen Projekten ist uns wichtig.


Leben in der Kommune


Wo ist denn der Chef??

Bei uns gibt es keinen Chef und auch keine Chefin. Jeder trägt im Rahmen seiner
Fähigkeiten und Neigungen die Verantwortung für bestimmte Arbeitsbereiche. Die
Arbeit im Haushalt teilen wir unter uns allen auf, d.h. jedeR ist einmal pro Woche dran
mit Kochen und Putzen der Gemeinschaftsräume.

Bei der täglichen Arbeitsbesprechung verteilen wir die anfallenden Arbeiten und
sprechen die Benutzung der Schlepper, Maschinen und Autos ab. Gemeinsame
Aktionen werden geplant.


Diskussion ohne Ende?

Anstehende Entscheidungen versuchen wir nach dem Konsensprinzip zu treffen. Das
heißt, bei uns entscheidet nicht die Mehrheit über die Minderheit, sondern wir
versuchen, Lösungen zu finden, die für alle tragbar sind. Selbstverständlich kann und
soll nicht alles mit allen diskutiert werden. Alltägliche Entscheidungen treffen wir in
den jeweiligen Arbeitsbereichen eigenverantwortlich. Wichtige betriebliche
Entscheidungen diskutieren wir einmal monatlich auf unserer gemeinsamen
Betriebsbesprechung.

Gemeinsame Ökonomie - geht das denn?

Alle Ausgaben und Einnahmen, sowohl im geschäftlichen als auch im privaten Bereich,
wickeln wir über eine gemeinsame Kasse ab. JedeR nimmt sich für seine privaten und
betrieblichen Bedürfnisse Geld aus der gemeinsamen Kasse, alle Einkünfte werden dort
eingezahlt. Das funktioniert - Voraussetzung dafür ist ein verantwortlicher Umgang mit
dem gemeinsamen Geld.

Alles öko - oder was?

Wir versuchen, uns in allen Lebensbereichen konsequent ökologisch und
resourcenschonend zu verhalten (z.B. Bio-Landbau, Solarenergienutzung, Baubiologie).

Privatsphäre?

JedeR von uns hat sein eigenes Zimmer mit seinem persönlichen Besitz. Dieser
Rückzugsraum ist für uns alle notwendig und wichtig.

Ein- und Ausstieg aus der Kommune

Bedürfnisse, Sympathien und Lebenssituationen verändern sich. Deshalb soll der Ein- und
Ausstieg von KommunardInnen jederzeit möglich sein. JedeR von uns legt in
einem Vertrag die Bedingungen dafür fest. Wir haben als Kommune keine
unveränderlichen Dogmen. Kritische Auseinandersetzungen mit unserem
Selbstverständnis und unseren Strukturen sind immer wieder erforderlich.

Erst die Arbeit - und dann?

Ob gemeinsame politische Aktionen, Hoffest oder Party... auch außerhalb der Arbeit
haben wir 'ne Menge Spaß zusammen.

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